Bienvenue dans le sud de la France.

„Das ewige Blau“ nun auch als kleines Reisebuch im Handel

31. Mai 2024 | 1 Kommentar

Diese Website – Das ewige Blau – hat Zuwachs bekommen. Im Mai ist das kleine Reisebuch Das ewige Blau von mir, Sylvia Lukassen, im Essener Oldib-Verlag erschienen. „Angelehnt an Das ewige Blau präsentieren sich Sylvias Geschichten nun auch im gedruckten Gewand“, schreibt die Autorin Christiane Adlung in ihrem Vorwort zum Buch.

Zu meiner Website Das ewige Blau gibt es nun auch das kleine Reisebuch mit gleichnamigem Titel – druckfrisch beim Oldib Verlag Essen (www.oldib-verlag.de). Das Buch lädt dazu ein, Südfrankreich zu entdecken: Eine Region mit beeindruckenden Landschaften, in denen die Alten Römer ihre Spuren hinterlassen haben. Eine Region voller Geschichte und Traditionen. Es ist das Land des Lichts, das Maler anzog und Literaten inspirierte. Pittoreske Dörfer im Hinterland und mondäne Städte an der spektakulären Küstenlinie des Mittelmeers machen den Midi so abwechslungsreich wie anziehend. Das ewige Blau ist kein konventioneller Reiseführer. Wie auf meiner Website beschreibe ich in Momentaufnahmen meine Liebe zu Land und Leuten. Bei meinen Streifzügen durch den Süden Frankreichs nehme ich den Leser mit auf blühende Lavendelfelder oder lasse ihn den tobenden Mistral in verlassenen Dorfgassen spüren. Ich begebe mich auf die Fährten von Schriftstellern und Malern. Ich skizziere Glamour und Dekadenz an der Côte d’Azur und die Beschaulichkeit des provenzalischen Landlebens. Mit dem Buch und der Website möchte ich meine Liebe zum Süden Frankreichs mit meinen Leserinnen und Lesern teilen.

Wie alles begann

Mitte der 1990er-Jahre hatte es mich zum ersten Mal nach Südfrankreich verschlagen. Ich wohnte in einem Hotel rund 250 Meter oberhalb von Monaco im französischen Roquebrune-Cap-Martin. Heute steht an dieser Stelle eines der spektakulärsten Hotels an der Steilküste der französischen Riviera – aus Glas und Beton. Die Aussicht über das Mittelmeer und die Côte d’Azur damals wie heute: einfach grandios. Unter dem makellosen Himmel in seinem selbstverständlichen Blau die in der Sonne glitzernde See. Nach fast dreißig Jahren begeistert mich dieses Panorama wie bei meiner ersten Begegnung mit diesem Stückchen Erde, das mich in seinen Bann gezogen, festgehalten und nie wieder losgelassen hat: der Midi.

Die Zeit ist nicht stehen geblieben. Es hat sich viel verändert, und es wird sich noch vieles verändern. Das ist gut so, auch wenn es nicht immer von Vorteil, manches gar eine Versündigung an der Natur ist. Fortschritt ist wichtig, doch nicht um jeden Preis. Südfrankreich ist kein autofreies Südseeparadies. Marseille, Nizza und Montpellier sind Metropolregionen mit Licht und Schatten, bieten Arbeitsplätze und sorgen für Auskommen und Wohlstand der Bevölkerung. Dazu trägt in nicht geringem Maß der Tourismus bei. Ein wichtiger Wirtschaftszweig, der aber auch zur Belastungsprobe für Mensch und Natur wird. Bei all meiner Liebe zu Südfrankreich – insbesondere zur Provence – werde ich auch immer einen kritischen Blick auf diese Entwicklung haben. So wie ich es als Journalistin gelernt und Jahrzehnte im Berufsleben getan habe.

Nizza ist zu meiner ganz großen Liebe geworden: eine Liebe fürs Leben. Ich weiß noch, als ich zum ersten Mal an der Baie des Anges stand: dort am Quai des États-Unis wo heute das I-Love-Nice-Fotomotiv tausende Touristen anlockt. Links das azurne Meer, rechts die herrschaftlichen Häuser aus der Belle-Époque, hinter deren opulenten Fassaden sich Luxushotels und sündhaft teure Appartements verbergen, dazwischen der Kiesstrand mit seinen komfortablen Plages und die Promenade des Anglais. Wie ein Schutzschild erheben sich über den Dächern von Nizza die Seealpen, die Alpes Maritime. Das Meer, die Häuser, die Berge – alles im gleißenden Sonnenlicht. Und um mich herum: fröhliche Menschen. Natürlich ist das Urlaubsstimmung, ist das Loslassen vom Alltag. Und dennoch: Das Blau des Himmels, das faszinierende Licht, das so anders ist als anderswo, die schwache Meeresbrise mit ihrem leicht salzigen Duft haben eine dauerhafte Sehnsucht in mir ausgelöst und das Begehren, mehr von dieser Stadt, der Mittelmeerküste zwischen Menton und Marseille bis hinunter nach Sète und Montpellier, von den pittoresken Dörfern im Hinterland – kurzum – vom Midi kennenzulernen.

Von der Côte d’Azur zog es mich ins Hinterland der Provence. Richtig: Die blaue Küste ist Teil der Provence. Saint-Rémy-de-Provence, wenige Kilometer südlich von Avignon, war meine erste Berührung mit dieser ländlichen Idylle, geprägt von Wein- und Olivenanbau. Und dem Sinnbild der Provence schlechthin: den scheinbar unendlichen Lavendelfeldern. Meine Saint-Rémy-Premiere war allerdings im Februar. Es war eiskalt. Der Mistral hatte dem Himmel ein monochromes Stahlblau verpasst. Erstes zartes Grün zeigte sich an Bäumen und Sträuchern. Der Gebirgszug der Alpilles, der schneebedeckte Gipfel des Mont Ventoux, das Rauschen des Windes in Baumkronen und über noch kahle Weinfelder – all das hat mich ebenso fasziniert wie der Sommer an der Küste.

Im Laufe der Jahre und meiner zahlreichen Reisen in den Süden Frankreichs habe ich viel erfahren und gelernt. Einerseits durch meinen unersättlichen Wissensdurst, andererseits – und das ist viel entscheidender – durch die Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Einer davon, ein Hotelbesitzer in Saint-Rémy-de-Provence, fragte mich im Frühsommer 2020: „Warum schreiben Sie nicht über die Provence?“ Eine Antwort konnte ich ihm nicht geben. Ich hab’s getan. Im Herbst des selben Jahres ging diese Website online.

Jetzt, im Mai 2024, ist es Zeit, Danke zu sagen: an meinen Partner Rolf Kiesendahl, der diese Website – und auch das kleine Reisebuch – mit seinen schönen Fotos bereichert; an meine Freunde Rainer Bartolain und Silke Bruns – die Agentur Mehrzeiler und Kollegen – die diesen Online-Auftritt erst möglich gemacht haben und bis heute betreuen; an meinen Verleger Oliver Bidlo, der den Mut hatte und das Vertrauen in mich, Das ewige Blau als Buch erscheinen zu lassen. À bientôt bis in vier Wochen. Nun heißt es für mich wieder: Neues in Südfrankreich entdecken.

1 Kommentar

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